Elternzeit

Seit dem ersten Geburtstag von meinem Sohn Noah bin ich in Elternzeit. Zwei Monate lang. Was ein viel zu kurzer Zeitraum ist, aber um einen Song zu zitieren, den die Glee Kids letztens (in meiner Zeitrechnung jedenfalls) gesungen haben: "You can't always get what you want"!

Ein inoffzielles Anliegen von mir vor Beginn der Elternzeit war es, jeden Tag niederzuschreiben, wie es war. Wie der Tag gelaufen ist. Welche Gefühle es auslöst, den ganzen Tag für meinen Sohn da zu sein, im Gegensatz zu den paar Stunden morgens, die ich bisher für ihn da sein konnte.

Und was ist daraus geworden? Das Leben. Die Tage. Dass ich Noah zur Priorität und alles andere für unwichtig erklärt habe. Um dieses kurze Kleinod des "Hausmann & Vater sein" auszukosten.
Ich gebe zu, dass es mir unheimlichen Spaß und große Freude bereitet ein Mittagessen für die Familie zuzubereiten, mich mit dem Kleinen zum ausgedehnten Mittagsschlaf hinzulegen und dabei zu erleben wie er sich Tag für Tag dabei immer mehr an mich kuschelt und in meinen Armen einschläft.
Tolles Wetter draußen hin oder her, seinen einjährigen Sohn in den Armen liegen zu haben, wie er sich völlig vertrauens- und liebenswürdig an mich drückt ist durch nichts zu schlagen.
Außerdem hatte ich dadurch auch immer wieder Zeit in Neil Gaiman's "Graveyard Book" zu lesen, das auch noch perfekt zur Stimmung gepasst hat.

So sind also schon drei der acht Wochen vergangen und ich weiß jetzt schon, dass es mir sehr schwer fallen wird, die Prioritäten wieder ein Stück von Noah weg verschieben zu müssen, sobald ich wieder arbeiten muss.
Bis dahin werde ich aber jede Sekunde dieser wunderbar magischen Zeit geniessen.