Das Lied beginnt mit der traurigsten gesprochenen Einleitung überhaupt. Ein alter Mann erzählt von Coney Island bzw der Version von Coney Island, die er als Kind/Jugendlicher erlebt hat.
Coney Island. They called Coney Island the playground of the world. There was no place like it. In the whole world. Like Coney Island when I was a youngster. [...] Anyways, let's see, what else? [...] they don't sleep anymore on the beach.
Und das Lied, ist nicht nur die musikgewordene Traurigkeit dieser Einleitung, sondern noch viel mehr. Es hat, wie nahezu alle GY!BE Lieder, eine unfassbare Kraft. Und trotz aller Traurigkeit auch Hoffnung. Oder Trotz? Oder auch nur eine unglaublich große Projektionsfläche?! Letztlich muss das jeder für sich entscheiden.
Für mich waren/sind GY!BE Einstieg in ein komplett neues Musikuniversum. Eher zufällig gefunden, im Veranstaltungskalender des Frankfurter Mousonturm, könnte ich mich heute noch schwarz ärgern, dass ich damals (2000? 2001?) nicht zum Konzert gegangen bin. Denn es war ihre letzte Tour durch Deutschland (und Europa?!).
Seitdem sind sie mehr oder weniger getrennt und haben außer im letzten Jahr, in dem sie einige wenige Konzerte, wie z.B. beim legendären und großartigen ATP Festival, gespielt haben, keinen neuen Output geliefert.
UPDATE: Stimmt nicht. Dieses Jahr spielen sie wieder auf dem ATP Festival.
Anyways: Sleep ist einer der größten Songs aller Zeiten für mich. Wir haben soviel zusammen erlebt, wir zwei. Ganze Nächte durch Frankfurt laufen. Alles schläft nur Benjamin läuft mit des alten Manne Stimme im Ohr durch die Stadt. Schaurig schön.
Einer der größten Songs überhaupt ... jaja, ich hör euch schon: "Das sagt doch jeder, immer wieder, wenn er einen Song toll findet."
Aber ich versichere euch. Dieser Song ist der Größte.
Weil er einfach ist. Weil er Bumms hat. Weil er vielseitig ist. Weil er rockt. Weil er Stimmung hat. Weil er ein Crescendo hat. Weil er ein einziges Crescendo ist. Weil er in seinen zwei Minuten mehr Emotion transportiert als die allermeisten Songs.
Und um jetzt endlich mal zum Punkt zu kommen: Es geht um den Song "Motr" der Band Trans-Am. Die machen hauptsächlich sehr wirres und verzerrtes Elektronik-Gitarren-Zeug. Schlagt mich nicht, wenn das kein richtiges oder gar das falsche Genre ist. "Motr" ist jedenfalls sehr aus der Reihe der sonstigen Lieder gefallen und ist einfach eine Perle.
Passenderweise zeige ich euch den Song in Zusammenhang mit einem Skatevideo, was ich nicht nur über Jahre hinweg gesucht habe, sondern was für mich immer noch das beste Skatevideo aller Zeiten ist (naja, eigentlich ist es auch nur eine Compilation, aber egal). Durch das Video, die "Transworld Anthology", hab ich den Song damals überhaupt erst kennengelernt. Wie übrigens noch viele andere tolle Lieder & Bands.
Schaut es euch an. "Motr" beginnt (langsam) ab 1:55.
Etwas Indie/Hipster-lastig, aber doch einigePerlen dabei, die durchaus Spaß machen.
Und: Keine Angst, das wird schon kein Musik-Blog hier. Später wieder nicht zumindest.
Mein Buddy D. hat mir Ratatat (Wikipedia) gezeigt. Und wie so oft, wenn er mir Musik gezeigt hat, hab ich sie mir angehört und erstmal als "nicht so toll" eingestuft. Was an sich schon seltsam genug ist, weil D. eigentlich derjenige ist, dem ich musikalisch am meisten vertraue. Von allen. Aber das ist (eigentlich) ne andere Story.
Jedenfalls war ich froh, dass ich mir irgendwann später, auch dank der Beharrlichkeit von D. im Loben von Ratatat, nochmal Zeit genommen zu haben die Jungs richtig zu hören. Und dabei ist die kleine Lampe über meinem Kopf mal wieder ein Stückchen heller geworden. Was nicht so oft passiert, wenn ich neue Musik höre.
Lange Rede, kurzer Sinn: Man braucht ein wenig, aber wenn man sie läßt, dann treffen Ratatat mitten rein in den Musikteil des Hirns (auch wenn es sowas gar nicht gibt).
Und von all den tollen Ratatat Tracks ist mir Montanita der liebste. Wahrscheinlich weil er für mich D. besonders repräsentiert. Dazu muss man noch wissen, dass der gute D. schon seit einer ganzen Weile auf der anderen Seite der Welt wohnt. Literally. Und ab und an verirrt er sich mal wieder auf diese Seite der Welt. Als er nach der letzten Irrfahrt hierher wieder zurück auf die andere Seite geflogen ist, musste ich (fast) ein wenig weinen. Und hab dabei Montanita gehört. Was dem Track einen ganz besonderen Platz auf meiner ewigen Bestenliste verschafft hat.
P.S. Beim Schreiben hab ich gerade gemerkt, dass Ratatat bald ein neues Album rausbringen und man schon einen Track vorhören kann. Einen schicken Track wohlgemerkt.
... so oder so ähnlich könnte man den Titel "Catastrophe and the Cure" aus dem Album All Of Sudden I Miss Everyone von Explosions In The Sky wohl auch übersetzen, wenn man wollte.
Und aus meiner Sicht fasst das den Song auch recht gut zusammen.
Jedenfalls ist es einer der größten Songs aller Zeiten und deshalb ein würdiger Einstieg in meine zweitagessong-Reihe.
Das folgende Video fängt die Stimmung auf einem EITS Konzert auch recht gut ein, auch wenn die Ton-Qualität nicht die allertollste ist. Aber egal. Shut up and enjoy.
Leider gibts das Video nicht mehr. Deshalb jetzt die Variante für visuell Anspruchslose.